Coronavirus: Effektive Krisenkommunikation als Impfstoff für die Corona-Krise

Better safe than sorry – im Falle des Coronavirus heißt das, nicht nur die eigene Gesundheit und die der Mitarbeiter zu schützen. Auch die Reputation von Unternehmen kann durch unzureichend geplante Krisenkommunikation im Ernstfall einen immensen Schaden davontragen.

Unternehmen in der Corona-Krise

Das Coronavirus ist derzeit allgegenwärtig. Nachrichten und (falsche) Informationen über die neue Lungenkrankheit verbreiten sich rasant. Nicht nur die Medizin steht dadurch vor neuen Herausforderungen – auch Unternehmen müssen sich intern und extern mit einer möglichen Corona-Krise auseinandersetzen. Dabei sollte das Hauptaugenmerk im Krisenmanagement natürlich auf der Gesundheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen liegen. Eine Infektion oder gar Ausbreitung des Coronavirus im eigenen Unternehmen zu verhindern und möglichst empathisch mit der Belegschaft umzugehen, ist das Gebot der Stunde. Neben den gesundheitlichen Risiken, birgt der Fall „Corona“ aber auch für die Reputation von Unternehmen eine große Gefahr: Unpassende Kommunikation, zu späte Reaktionen, ein schlechtes Krisenmanagement im Ernstfall oder sogar Fake News können zu einem nachhaltigen Imageschaden führen, der immense wirtschaftliche Einbußen zur Folge haben kann.

Corona-Panik – wenn Angst viral wird

Wird zum Beispiel ein Corona-(Verdachts-)Fall im eigenen Unternehmen bekannt, reagieren Mitarbeiter, Kunden und Presse mitunter stark und voreilig. Denn: Gerade wenn es um die eigene Gesundheit geht, wird es schnell emotional. Medienberichterstattungen lösen Sorgen aus und Mitarbeiter oder Kunden teilen ihre Ängste in sozialen Netzwerken. Und die Angst ist noch viel ansteckender, als das Virus selbst. Im digitalen Raum potenziert sie sich durch Kommunikationsmechanismen wie Echokammern oder Filterblasen und entwickelt sich zu einer kollektiven Hysterie.

Hinzu kommen wilde Verschwörungstheorien, die derzeit auf Facebook, Twitter oder YouTube kursieren. Hat zum Beispiel das amerikanische Verteidigungsministerium das Virus entwickelt, um China zu schaden oder hatte vielleicht Bill Gates seine Finger im Spiel? Wie die Washington Post berichtet, zeigt eine Studie des amerikanischen Global Engagement Center, dass es sich bei sieben Prozent aller Postings zum Coronavirus um solche Fake News handelt. Auch hier sollten Unternehmen wachsam sein: Jeder kann schnell in die Mitte solcher Desinformationskampagnen geraten. Aus einer Fake News Story oder einem Corona-Verdachtsfall wird für Unternehmen so schnell eine handfeste Kommunikationskrise.

Corona-Krise mit digitalem Krisenmanagement meistern

Die Corona-Krise unterscheidet sich dabei von anderen Unternehmenskrisen. Eine mögliche Epidemie ist etwas Außergewöhnliches, sie birgt erhebliches Gefahrenpotenzial für die gesamte Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, sich präventiv für einen möglichen Ernstfall bereitzumachen.

Wer vorbereitet sein will, sollte sich fragen, welche Krisenszenarien künftig eintreffen könnten und wie man als Unternehmen damit umgehen will: Wie reagiert man bei einem Corona-Verdachtsfall oder wenn sich ein Mitarbeiter tatsächlich mit dem Virus infiziert? Was ist zu tun, bei Fake News, Gerüchten oder einer möglichen Hysterie unter Mitarbeitern? Kennt man die Antworten auf diese Fragen schon bevor die Krise überhaupt eingetroffen ist, bleibt man handlungsfähig und kann im Ernstfall schnell reagieren und kommunizieren.

Um die Corona-Krise effektiv zu meistern, sollten Unternehmen Ihre Antworten auf die angeführten Fragen transparent für alle betroffenen Mitarbeiter dokumentieren. Dabei können digitale Tools helfen. In unserer KRISENMANAGEMENT APP können Sie zum Beispiel ein digitales Krisenhandbuch anlegen und so bereits im Voraus Kommunikationsprozesse und -zuständigkeiten, vorgefertigte Kernbotschaften oder Statements sowie To-Do-Listen für den Notfall hinterlegen. Sie ermöglichen so einen kohärenten Informationsfluss und verhindern widersprüchliche Aussagen, Verwirrung, Panik und Co. – intern wie extern.

Wenn der Krisenstab selbst am Coronavirus erkrankt

Gleichzeitig sollten Sie die Einsatzfähigkeit Ihres Krisenstabs im Blick behalten. Hier muss zum Beispiel geklärt werden, wer sich wann um was kümmert. Gerade im Falle einer Corona-Erkrankung in Ihrem Unternehmen sollten Sie sich aber auch überlegen: Was ist zu tun, wenn Stabsmitglieder am Virus erkranken und im schlimmsten Fall sogar der gesamte Krisenstab krankheitsbedingt ausfällt? Wer das nicht im Vorhinein festlegt, riskiert, dass die gesamte Krisenkommunikation im Notfall stillgelegt wird.

Auch in diesem Fall unterstützt Sie unsere App: Im Chaos der Krise können Sie hier genau koordinieren, welche Stabsmitglieder verfügbar sind und wie diese schnell erreicht werden können. Da Ihr Krisenhandbuch auf sicheren Servern peripherieunabhängig gehostet wird, können Krisenstabsmitglieder im Notfall jederzeit und von überall aus auf Ihr Krisenhandbuch zugreifen – selbst, wenn Ihre Server im Rahmen einer Corona-Krise ausfallen.

Abschließend bleibt abzuwarten, wie sich das Coronavirus zukünftig auf die Wirtschaft und unsere Gesellschaft auswirkt. Sicher ist aber: Unternehmen, die sich nicht ausrecihend auf die Eventualitäten einer Corona-Krise vorbereiten, können im Ernstfall nur verlieren. Wir helfen Ihnen gerne dabei, sich im Rahmen einer Krisenprävention frühzeitig vorzubereiten. In diesem Sinne: Better safe than sorry.


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Lars Niggemann

Digitalberater | Datenschutzbeauftragter | Dozent

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